Esslinger VT61 - Historische Eisenbahn Mannheim e.V.

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Esslinger VT61

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Maschinenfabrik Esslingen (ME)
1952
(1'A')(A'1')
940 mm
23,53 m
ca. 31 t
80 km/h
2 x 113 kW / 154 PS
2 x Deutz  F8L 714
V-Achtzylinder-Diesel
80 = 45 2.Klasse + 35 3.Klasse

Esslinger Triebwagen VT 61 (VT 3)
Die Baureihe der „Esslinger Triebwagen“ kann man mit den bekannten „Uerdinger Schienenbussen“ der DB vergleichen. Beide Typen wurden in den 1950er Jahren bis Anfang der 60er gebaut. Während die Bundesbahn ihre Schienenbus-Triebwagen in großer Stückzahl bei der Waggonfabrik Uerdingen in Krefeld-Uerdingen und weiteren Herstellern fertigen lies, bestellten Privat-, Länder- und Kleinbahnen hauptsächlich die Variante der Maschinenfabrik Esslingen. Für beide Verbrennungstriebwagen (VT) gab es auch antriebslose Beiwagen (VB) und Steuerwagen (VS), die man bei Bedarf an die Motorwagen kuppeln konnte. Beide Dieseltriebwagen waren dafür bestimmt, auf Nebenstrecken die noch zahlreich vorhandenen Dampflokomotiven abzulösen und den Personenverkehr kostengünstiger mit weniger Personal zu ermöglichen.
Wesentlicher Unterschied ist allerdings die Größe. Die „Esslinger Triebwagen“ sind je nach Variante rund 10 Meter länger und bieten gegenüber den Bussen rund 30 Sitzplätze mehr. Diese Länge erforderte auch vier Achsen in Drehgestellen im Vergleich zu zwei Achsen der Uerdinger.
Insgesamt wurden neben unserem Fahrzeug noch 30 weitere Triebwagen und 19 Bei- oder Steuerwagen in der Maschinenfabrik gebaut. Wenige Jahre nach der Produktion der „Esslinger Triebwagen“ ging die Firma 1965 in der Daimler-Benz AG auf. Damit endete nach 120 Jahren die Herstellung von über 5.000 Lokomotiven und mehr als 25.000 Wagen in Esslingen.
Das Fahrzeug mit der Serien-Nr. 23494 wurde neu an die „Rinteln-Stadthagener Eisenbahn-Gesellschaft“ im Weserbergland in Niedersachsen geliefert. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel, u.a. 25 Jahre bei der „Hohenzollerischen Landesbahn“ (HzL), konnten wir es im Herbst 2015 von der „Sauschwänzle Bahn“ in Blumberg übernehmen.
Der Triebwagen zeigt sich trotz seines Alters in einem noch recht guten Allgemeinzustand. Allerdings nagte der Zahn der Zeit an vielen Details und in versteckten Ecken. Deshalb wird er zur Zeit einer gründlichen Aufarbeitung unterzogen. Ziel ist; ihn nach einer neuen Hauptuntersuchung wieder für Sonderfahrten nutzen zu können.
 
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